Marokko aus der Sicht einer Frau in Stöckeln

Oder: Als eine Frau in Stöckeln auszog, um sich den Hintern aufzureißen.


Casablanca Hotel Lincoln
Eines der wenigen Highlights in Casablanca
Alles begann ganz undramatisch in Casablanca. Ich hatte mir so viel von der Stadt versprochen, die einem der berühmtesten Filme des letzten Jahrhunderts seinen Namen gegeben hatte. So viel wie ich mir versprochen hatte, so hoch war auch meine Enttäuschung, als wir dort mit dem Flugzeug ankamen.

Das einzig Schöne war eine alte Fassade des ehemaligen Hotels Lincoln und somit unser (fast) einziges Fotos von Casablanca.


Marrakesch-Traum aus 1.000 und einer Nacht

Wir nahmen also direkt den Zug nach Marrakesch und stürmten die Medina und den Nachtmarkt.

Marrakesh Djemaa el Fna
Köstlichkeiten in der Medina
In der Medina legte ich mich spontan mit Einheimischen an, da sie meinten, man müsste bezahlen, wenn sie einem aus dem Gewirr helfen würden. Nicht mit mir! Und so ging dann mein erstes Gezeter los und wurde (wie immer) vom Travelnerd gerettet, in dem er mich mit Kaffee und Gebäck ablenkte.

Die kommenden zwei Tage verbrachten wir damit, auf der Terrasse unseres Hotels zu lümmeln (so wie es jeder aktive Globetrotter tun würde), die Gegend zu erkunden und uns auf dem Nachtmarkt den Bauch mit Couscous und anderen Köstlichkeiten voll zu stopfen.

MHamid to Agdz
Atlas Gebirge
Als wir dann mit dem Bus über das Atlas-Gebirge in Richtung Sahara fuhren, war ich schon erstaunt, wie vielfältig das marokkanische Land ist. Es ging hoch und runter und die Farben wechselten von grün zu braun und rot. Ich war heilfroh, dass ich im Bus saß und nicht mit Fahrrad unterwegs war, wie z. B. in Kyrgyzstan.

Bei der Zwischenstation in Agadz vergnügte ich mich mit einem Hotel ohne Wasser und ohne Betten, Hundegebell die ganze Nacht hindurch, dementsprechend genervt trat ich die nächste Etappe nach Quazarzate an. Dem Travelnerd war natürlich nichts anzusehen, Globetrotter scheinen gegen nächtliche Ruhestörungen und Wasserrohrbrüche immun zu sein.


Der Höllenritt

Schließlich am Rande der Sahara angekommen, wurde ich langsam nervös, war aber auch gespannt, wie sich zwei Tage in der Wüste anfühlen würden.

MHamid Erglehoudi
Ein schöner Rücken kann auch entzücken
Und sie fühlten sich leider schmerzhaft an. Mein Kamel, das dicke Vieh, riss mir nach nur ein paar Minuten gewaltig den Hintern auf. Da hilf kein Festhalten und auch keine guten Ratschläge des Travelnerds, der sich nicht nur wie ein Beduine kleidete, sondern auch so auf dem Rücken seines Kamels posierte.

Für mich höchste Zeit, von dem Tier abzusteigen und die Schönheit der Wüste auf meinen eigenen Füssen gehend zu genießen.
Schneller als gedacht, war der Zauber von Tausend-und-einer-Nacht wieder vorüber – aber so schnell würde ich diesen Urlaub nicht vergessen, denn Marokkos Schönheit hatte sich in mein Gedächtnis und der Kamelrücken in meinem Hinterteil eingebrannt.

Ich freue mich auf Eure Kommentare und Anregungen im Gästebuch.

Wer sich von der Schönheit Marokkos überzeugen möchte, klickt hier.



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